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Mit Liebe assoziieren wir häufig ein Gefühl für bzw. gegenüber einem anderen Menschen oder die Leidenschaft für etwas, wie z. B. ein Hobby, das uns begeistert. Neben anderen Personen oder Dingen können oder vielmehr sollten wir aber ebenso uns selbst lieben. Diese Liebe zu uns selbst wird als Selbstliebe bezeichnet. Nach Auffassung der Autoren Michael Tischinger, Helmut Kuntz und Michael Lehofer ermöglicht uns die Liebe zu uns selbst unser Leben authentischer, sowie verantwortungsbewusster zu gestalten.

Basierend auf dem Internet und der damit unter anderem einhergehenden Globalisierung sind wir in vielen Bereichen unseres Lebens (immer) schneller, transparenter und vergleichbarer denn je geworden. Um mit diesen rasanten und tiefgreifenden Entwicklungen umgehen zu gehen, wird häufig (Selbst-)Optimierung als Schlüssel zum Erfolg angesehen. Aber ist das wirklich wahr? Ist die (Selbst-)Optimierung tatsächlich das Allzweckmittel? Und was Bedarf es eigentlich für eine effiziente und effektive (Selbst-)Optimierung?

Eine Vielzahl an Podcasts und Blogs, besonders durch die Corona-Krise getrieben, befassen sich aktuell mit der Thematik Selbstoptimierung und versuchen Hilfestellungen zu geben. Was dabei häufig auf der Strecke bleibt ist jedoch der wirklich Schlüssel zum Erfolg, nämlich nicht die schlichte Anpassung meiner Selbst an die Gesellschaft, sondern die Liebe zu mir selbst.

Ein gesellschaftliches Problem unserer Zeit

Ein Problem unserer heutigen Zeit ist, dass parallel zu dem bestehenden Leistungsdruck unserer Gesellschaft, welche durch das Abliefern von Zahlen und dem Erreichen nahezu unrealistischer Ziele untermauert werden, uns häufig das Gefühl vermittelt wird im Handumdrehen durch jemanden ersetzt werden zu können. Wir richten die Prioritäten unseres Lebens zunehmend nach Dritten aus, in dem wir beispielsweise etwas bestmöglich zum Wohle der anderen erledigen wollen oder weil wir unbedingt von anderen bewundert werden möchten. In diesem Kontext fällt, insb. in der Geschäftswelt, häufig das Wort Optimierung. Dies hat zur Folge, dass wir in Dauerstress und Überforderung verfallen, da wir mehr geben wollen als wir es eigentlich können. Durch unser zunehmend fremdgesteuertes Verhalten werden wir mehr oder minder auf die Anerkennung anderer trainiert werden und verlernen auf uns selbst und unsere Instinkte, wie z. B. unser Bauchgefühl, zu hören. Wir verlieren schlichtweg uns selbst und unsere Liebe zu uns selbst. Und genau darin liegt nach Auffassung von Lehofer der Trugschluss, Selbstliebe vermittelt uns Sicherheit und bildet die Basis für (mehr) Resilienz* in Zeiten wie diesen. Jemand, der sich selbst nahesteht und sich selbst schätzt, weiß was er sich zumuten kann und was nicht. Von einem mit Selbstliebe, Selbstakzeptanz & Selbstwertgefühl geprägten Mindset profitieren folglich sowohl wir selbst, als auch unsere Mitwelt.

Selbstliebe ist en vogue

Selbstliebe wird häufig mit Selbstverliebtheit, Egoismus oder gar Narzissmus verwechselt. Dabei vermittelt das Wort Selbstliebe bereits unmittelbar seine Bedeutung, nämlich die Liebe zu uns selbst. Damit gemeint ist das Gefühl der inneren Verbundenheit zu unserer Seele, zu unserem Sein. Selbstliebe bedeutet zu sich „Ja“ zu sagen und mit sich selbst im Reinen zu sein. Dafür bedarf es eines achtsamen und liebevollen Umgangs mit uns selbst sowie der Entwicklung bestimmter Gewohnheiten z. B. im Umgang mit Gefühlen, Kritik, etc.

Selbstliebe gibt uns Sicherheit, sie bildet sprichwörtlich unsere emotionale Festung. Dies verleiht uns wiederum eine höhere Form der Gelassenheit, sodass wir vor allem in sehr schnelllebigen und veränderungsreichen Zeiten wie heute, sowie den damit verbundenen Anforderungen und Auswirkungen „sattelfest“ sind bzw. werden. Die Folgen unserer Selbstliebe lassen sich demnach als eine Aufwärtsspirale in unserem ganzen Sein bildlich beschreiben. Sie ermöglicht es uns sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext zu wachsen, uns selbst zu entfalten und damit langfristig uns selbst zu verwirklichen. Das ist darauf zurückzuführen, dass nur wer sich selbst wirklich liebt, auch Liebe für andere empfinden kann. Wenn wir uns folglich selbst anerkennen und lieben, sind wir nicht darauf fokussiert eine fremde Wertschätzung zu erfahren, sondern richten unseren Fokus, insb. im beruflichen Kontext, auf das Bestes für die Sache, nämlich z. B. das Unternehmen oder die Mitarbeiter.

„To love oneself is the beginning of a lifelong romance.” 

Oscar Wilde

Menschen, die sich selbst nicht lieben, suchen meistens nach der externen Bestätigung, d. h. in anderen Menschen oder in materiellen Gegenständigen.Doch in genau diesen Situationen, in denen wir uns nicht selbst lieben, sind wir egoistisch. Denn wir fordern die Wertschätzung, Anerkennung, Liebe, o. Ä. anderer vehement ein, anstelle sie in uns selbst zu suchen. Ein nahezu identisches Verhalten spiegelt sich in dem Wunsch nach viel Geld und Materialmus wider. Der Kauf von mehr und noch mehr macht uns nicht glücklicher, denn wie das Sprichwort von Danny Kaye so schön lautet Geld allein macht nicht glücklich. Die positive Nachricht an dieser Stelle lautet, Selbstliebe können wir jederzeit (wieder) erlernen!

Mit Coaching zu mehr Selbstliebe

Auf dem Weg zu (mehr) Selbstliebe, Selbstakzeptanz & Selbstwertgefühl kann Coaching eine liebevolle Unterstützung sein. Durch Gespräche und gezielte Fragen gibt der Coach dem Klienten Anregungen und Denkanstöße, sich mit dem eigenen Leben, den eigenen Zielen und Wünschen auseinanderzusetzen. Dabei hilft der Coach sich selbst zu akzeptieren, sich mit all seinen Fehlern anzunehmen und nicht für etwas zu schämen, sondern anzuerkennen, dass jeder Mensch einzigartig ist. Jeder von uns hat etwas Besonderes in sich, eine Gabe, eine Eigenschaft, o. Ä., die ihn auszeichnet und die er für sich selbst nutzbar machen kann.

Durch Impulse und Selbsterfahrungen entwickelt der Klient einen liebevolleren Umgang mit sich selbst und entwickelt bzw. etabliert Routinen zur Selbstfürsorge in seinen Alltag. So können beispielsweise Denk- und Verhaltensmuster gemeinsam verändert werden. Anstatt sich also immer einzureden, dies und jenes könne man nicht, wird ein positiver Gedanke fokussiert z. B. „Ich bin dankbar für meinen Job bei dem ich mein Wissen und meine Kreativität einsetzen kann.“ Folglich werden negative Denkstrukturen aufgebrochen und durch positive ersetzt.

Fazit

Ein Selbstliebe-Coaching ist ohne Frage eine mutige Entscheidung, die mit viel Arbeit und Emotionen verbunden ist. Das Ergebnis dieser Reise bereichert uns jedoch tagtäglich und ein Leben lang.

* Resilienz meint in der Psychologie die Fähigkeit, widerstandsfähig gegenüber äußeren Belastungen und Krisensituationen zu sein. Zudem wird die Auffassung vertreten diese Situationen ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen.

Quellen: Psychologie Heute (Gabriele Michel, 2017), Business Insider (Valentina Resetarits, 2017), Projekt STÄRKE (Institut für Arbeitswissenschaft, 2021)